... geht mir viel durch den Kopf. Das hat man bestimmt auch im Dezember gemerkt, als hier ein etwas längerer Beitrag zum Thema Weihnachten und Besinnlichkeit veröffentlicht wurde. Meine Chefin meinte man könne das ja jetzt jeden Monat machen, ähnlich wie Tagebuch führen. Ich kann aber nicht versprechen, dass es immer um das große Thema "Pflege" geht.

Am Sonntag vermeldete mein Handy eine eingegangene Nachricht "Gehts Dir gut?" fragte mich meine Nachbarin. "Ja, warum?" schrieb ich zurück. Aber mit der Antwort war die Frage noch nicht für mich erledigt. Lange dachte ich darüber nach warum man mich nach meinem Befinden fragt. Könnte da noch etwas anderes dahinter stecken? Tat es nicht, die Nachbarin wollte aus ehrlichem Interesse eine Antwort auf ihre Frage haben, weil wir uns auch schon länger nicht gesehen hätten. Viel zu selten hat man die Zeit mit einem lieben Menschen ein paar Minuten zu plaudern. Sich nach dem Befinden  zu erkundigen, zu hören was es Neues im Leben des Anderen gibt. Oft kommt man von der Arbeit nach Hause, erledigt zwei, drei Handgriffe im Haushalt, kümmert sich um die Nahrungsaufnahme der Familienmitglieder und dann muss man meistens schon ins Bett damit man am nächsten morgen den Wecker nicht überhört. Eigentlich ist das doch sehr schade, wenn der Tag nur aus Arbeit und Alltag besteht. Gestern war ich ca 90 Minuten mit dem Kind spazieren, habe die Nachbarn getroffen und wir sind noch eine Weile zusammen weiter gelaufen. Dabei konnte man sich gemütlich unterhalten. Natürlich blieb mir dann weniger Zeit für die Alltagsaufgaben aber gestört hat mich das nicht. Was ich eigentlich sagen möchte: Wir sollten uns mehr Zeit für uns selbst nehmen. Lasst den Haushalt auch mal liegen. Verlasst das Sofa und geht nach Draußen, das Sofa ist danach immer noch da, Versprochen! Erkundigt Euch nach dem Befinden von Menschen die Euch wichtig sind und plaudert mit Ihnen. Der Tag muss nicht nur aus Arbeit, Haushalt, Essen und schlafen bestehen. Man muss es nur selbst wollen!